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ADAC Junior Cup: Schrötter und Meyer einsame Spitze

by Jonathan Sauer last modified 26.10.2006 14:35

©motograndprix.de 28.05.2006

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Das gab es zuletzt am Ende des vorigen Jahrtausends: Im ADAC Junior Cup stellten sich mit Sarah Heide (18/Limbach-Oberfrohna) und Katrin Meyer (14/Markt Taschendorf) zwei Mädchen in die erste Startreihe. Zumindest für Meyer wurde der Asphalt in der Motorsport Arena Oschersleben auch zum erfolgreichen Pflaster bis ins Ziel. Sie kam als Zweite an, eingerahmt von Sieger Marcel Schrötter (13/Pflugdorf) und dem Drittplazierten Tim Böhringer (13/Erkenbrechtsweiler).

Polesetter in Oschersleben war wie beim Saisonauftakt in Hockenheim Christian van Gunten (15/Linden), doch auch diesmal währte die Freude nur kurz. Für den Schweizer war das Rennen auf der 35 PS starken 125 ccm-Aprilia wegen eines technischen Defekts vorzeitig zu Ende. Noch härter traf es Sarah Heide, die in Führung liegend nach drei Runden stürzte. Ursache: eine defekte Bremsleitung, deren Flüssigkeit sich über das Hinterrad ergoss.

Der stürmische Kampf an der Spitze spielte sich danach einsam zwischen Marcel Schrötter, der aus der dritten Startreihe nach vorn geprescht war, und Katrin „Hexe“ Meyer ab. Beide tauschten mehrmals die Positionen, doch Schrötter war nach der Gegengeraden immer wieder vorn. „Aber ich konnte keinen Abstand herausfahren, der Wind war einfach zu stark.“ Meyer, die vor einer Woche noch zwei Supermoto-Rennen absolvierte, ging in der letzten Runde deshalb sogar auf Nummer Sicher, arrangierte sich mit dem zweiten Platz und überließ Schrötter den Sieg. Doch sie strahlte trotzdem: „Ich hatte mir gewünscht, überhaupt aufs Podest zu kommen. Und nun bin ich auch noch Zweite in der Gesamtwertung.“ Spitzenreiter ist Marcel Schrötter - mit nur einem Punkt Vorsprung.


Starke Böen aus ständig wechselnder Richtung machten dem ganzen Feld schwer zu schaffen. Sebastian Kreuziger (14/Ammerndorf) wurden sie letztlich nur wenige Meter vor dem Ziel zum Verhängnis. Der Sieger von Hockenheim wähnte sich schon sicher als Dritter, doch völlig überraschend stützte er übers Vorderrad in den Kies. Er konnte die Aprilia jedoch wieder aufrichten und wenigstens einen Punkt retten. Von Kreuzigers Ausritt  profitierte Tim Böhringer (13/Erkenbrechtsweiler), der den dritten Platz erbte und eine halbe Minute nach dem Sieger das Ziel sah. Er war einfach nur glücklich. „Im letzten Jahr bin ich nur zweimal ins Ziel gekommen und habe kaum Punkte geholt. Jetzt läuft es wie geschmiert.“ Seinen Fehler von Hockenheim hat er ausgemerzt. Dort war er mit Schrötter in Führung liegend kollidiert, was beide auf die Ränge 6 und 7 zurückgeworfen hatte. Nach dem neuesten Stand ist die Welt jetzt wieder in Ordnung. Mit hauchdünnem Abstand zu Böhringer erreichte Jan Bühn (15/Kronau) das Ziel, der es damit in die Top Ten schaffte.